Faktencheck
Sieben Punkte mit Belegen aus Landschaftsplan, Biotop-Kataster, Klima-Planungshinweiskarte und Kooperationsvereinbarung.
Zum FaktencheckSüdlich des Zeppenheimer Wegs soll eine der letzten größeren Grünflächen im Düsseldorfer Norden zerstört werden. Noch ist nichts endgültig entschieden.
Quelle der Planungsdaten: Beschlussvorlage APS/012/2026 der Landeshauptstadt Düsseldorf. Wohnungs-, Bewohner- und Fahrzeugzahl sind Einordnungen des Vereins.
Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung hat die Verwaltung beauftragt, auf Basis des Workshop-Ergebnisses die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Abs. 1 BauGB durchzuführen.
Ein Bebauungsplan ist damit noch nicht beschlossen. Erst im weiteren Verfahren entscheidet der Rat der Stadt über mögliches Planungsrecht. Gegen einen Bebauungsplan können rechtliche Schritte geprüft werden, insbesondere wenn Umweltbelange nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Als nächster Schritt folgt die Öffentlichkeitsbeteiligung. Der Termin ist aktuell noch nicht bekannt.
Bitte beteiligen Sie sich! Jede Rückmeldung zählt und zeigt der Stadt, dass die Bürgerinnen und Bürger diese Planung nicht kritiklos hinnehmen.
Die Fläche am Himgesberg dient als Erholungsraum, als Kältezone für den Düsseldorfer Norden und als wichtiger Puffer für das angrenzende Biotop.
Hinter der Planung steht die Kaiserswerther Diakonie: Für einen Teil der Wiesen rund um die Zeppenheimer Kiesseen sind ein städtebaulicher Wettbewerb und eine anschließende Bebauung vorgesehen — teils auf Grundstücken, die kein Bauland sind und für die kein Baurecht besteht. Die Fläche liegt in einem Landschaftsschutzgebiet und gehört zu einem Biotop, das im Kataster des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) unter BK-4706012 als Biotop von landesweiter Bedeutung registriert ist.
Obwohl es alternative Flächen und Möglichkeiten zur Innenentwicklung gibt, soll hier bislang unbebaute Grünfläche versiegelt werden. Das hätte Folgen für Klima, Landschaftsbild, Artenvielfalt und die Lebensqualität in Kaiserswerth.
Das bereits durch den Flughafen belastete Klima würde sich weiter verschlechtern, geschützte Arten würden sterben. Die Belastung des Stadtteils durch Verkehr, insbesondere die Parkraumverknappung, würde stark zunehmen. Das Wasserschutzgebiet würde weiter belastet, obwohl die Grundwassersanierung noch immer nicht abgeschlossen ist.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet die Planungsdetails in der Beschlussvorlage APS/012/2026 der Stadt Düsseldorf im Ratsinformationssystem.
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Alternativen ansehenSüdlich des Zeppenheimer Wegs soll auf rund 5,5 ha eine der letzten größeren Grünflächen im Düsseldorfer Norden bebaut werden: ca. 30.000 m² Bruttogeschossfläche Wohnen, grob geschätzt rund 350 Wohneinheiten, etwa 70 % Geschosswohnungsbau und 30 % Einfamilienhäuser, bis zu vier Vollgeschosse und 50 % geförderter Wohnungsbau nach Düsseldorfer Baulandmodell.
Nein. Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung hat lediglich die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Abs. 1 BauGB beauftragt. Ein Bebauungsplan ist noch nicht beschlossen — erst im weiteren Verfahren entscheidet der Rat der Stadt über mögliches Planungsrecht.
Die Fläche dient als Erholungsraum, als Kältezone für den Düsseldorfer Norden und als Puffer für das angrenzende Biotop. Eine Bebauung hätte Folgen für Klima, Artenvielfalt, Landschaftsbild und Lebensqualität, würde Verkehr und Parkraumdruck erhöhen und das Wasserschutzgebiet weiter belasten — obwohl es alternative Flächen und Möglichkeiten zur Innenentwicklung gibt.
Bei rund zwei Fahrzeugen je Wohnung wären grob 1.000 bis 1.400 Kfz zusätzlich unterzubringen — ein erheblicher Teil davon im ohnehin knappen öffentlichen Parkraum. Diese Zahl ist eine Einordnung des Vereins.
Beteiligen Sie sich an der Öffentlichkeitsbeteiligung und geben Sie eine Stellungnahme ab. Jede Rückmeldung zählt und zeigt der Stadt, dass die Planung nicht kritiklos hingenommen wird. Wir informieren Sie, sobald die Termine der Stadt dazu feststehen — hinterlassen Sie uns dazu einfach Ihre Kontaktdaten.
Wir informieren, sobald Termine und Beteiligungsmöglichkeiten bekannt sind. Hinterlassen Sie uns Ihre Kontaktdaten per E-Mail.
Kontaktdaten sendenSpenden helfen uns bei Öffentlichkeitsarbeit, fachlicher Begleitung und möglichen Gutachten.
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