Wie es auch anders gehen kann
Es gibt einen Weg, die Bedarfe der Kaiserswerther Diakonie zu realisieren — ohne wertvolle Freiflächen zu zerstören.
Die Kaiserswerther Diakonie kann 250 Wohnungen und Apartments auf eigenem Betriebsgelände errichten und mit öffentlichen Fördermitteln finanzieren — ohne auf Erlöse aus 500+ zusätzlichen Wohnungen angewiesen zu sein. Auch therapeutische Wohnungen sind förderfähig.
Das Betriebsgelände bietet umfangreiche freie Flächen. Ein Masterplan für Innenentwicklung würde Transparenz für zukünftige Expansionspläne des Krankenhauses, der Fliedner Hochschule und des Berufskollegs schaffen. Bisherige Entwicklungen erfolgten ohne echte Bürgerbeteiligung.
Ein Masterplan könnte ein „Neues Diakoniequartier" entstehen lassen und gleichzeitig die wachsenden Verkehrsprobleme adressieren. Die Freiflächen südlich des Zeppenheimer Weges würden erhalten bleiben — als Kühlzone, als Biotopschutz und als Erholungsbereich für die Menschen in Kaiserswerth und darüber hinaus.
Wir fordern eine neue Sicht auf Stadtentwicklung und ein Umdenken in der Klimapolitik
Innenstädte wie Düsseldorf verwaisen zusehends — der sogenannte „Donut-Effekt". Dieser Trend wird durch den Neuausweis von Entwicklungsflächen auf Grünflächen im Außenbereich noch verstärkt. Klimaschützer und Wirtschaft fordern gemeinsam den Stopp dieses Trends und die Entstehung neuen Wohnraums im Innenstadtbereich.
Eine ernsthafte Suche nach Alternativen und neuen Bauvorgaben ist nötig — zum Beispiel:
- Nutzung leerstehender Büroimmobilien — der Büroleerstand in Düsseldorf ist seit 2019 von rund 700.000 m² auf über 1 Mio m² gestiegen (Q2 2024, BNP Paribas Real Estate).
- Ausbau von Dachgeschossen — eine Studie der TU Darmstadt (2023) beziffert das bundesweite Aufstockungspotenzial auf 2,35 bis 2,82 Millionen Wohnungen.
- Überbau bereits versiegelter Flächen — statt unbebauter Felder und Wiesen am Stadtrand.
- Entwicklung von langfristig ungenutzten Brachflächen unter Nutzung des sogenannten Bauturbos.
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